• Haupt
  • Nachrichten
  • Der Irak-Krieg spaltet die US-Öffentlichkeit 15 Jahre nach Beginn weiter

Der Irak-Krieg spaltet die US-Öffentlichkeit 15 Jahre nach Beginn weiter

Die Marines rennen im November 2004 zur Al-Hadra-Moschee in Falludscha im Irak zurück, nachdem das Scharfschützenfeuer ihren Vormarsch verlangsamt hatte. (Luis Sinco / Los Angeles Times über Getty Images)

Fünfzehn Jahre nach der US-Invasion im Irak im März 2003 ist die amerikanische Öffentlichkeit gespalten darüber, ob der Einsatz militärischer Gewalt die richtige Entscheidung war.


Fast die Hälfte (48%) der Amerikaner gibt an, dass die Entscheidung zur Anwendung militärischer Gewalt falsch war, während etwas weniger (43%) laut einer Umfrage des Pew Research Center, die vom 7. bis 14. März unter 1.466 Erwachsenen durchgeführt wurde, die richtige Entscheidung getroffen haben. Die aktuellen Meinungen über den Krieg im Irak unterscheiden sich kaum von Anfang 2014, als 50% die Entscheidung zur Anwendung von Gewalt als falsch und 38% als richtig bezeichneten.

Die Unterstützung für die Entscheidung, im Irak militärische Gewalt anzuwenden, war im Verlauf des Krieges und seiner Folgen erheblich zurückgegangen. Ende März 2003, wenige Tage nach der US-Invasion, unterstützten 71% die Entscheidung, militärische Gewalt anzuwenden, während nur 22% sagten, es sei die falsche Entscheidung.


Nur ein Jahr später fiel der Anteil, der besagte, der Krieg im Irak sei die richtige Entscheidung, auf 55%. Zu Beginn des Jahres 2005 war die Meinung über die Anwendung von US-Gewalt geteilt (47% richtig, 47% falsch). Zwei Jahre später war die öffentliche Meinung über den Krieg 'entschieden negativ' geworden.

Die Meinungen über die Anwendung militärischer Gewalt im Irak sind seit Beginn des Irak-Krieges und während der vorangegangenen Debatte parteipolitisch geteilt worden. Heute gibt eine Mehrheit der Republikaner und republikanischen Unabhängigen (61%) an, dass die Entscheidung zur Anwendung von Gewalt richtig war, verglichen mit nur 27% der Demokraten und Demokraten.

Während sowohl Republikaner als auch Demokraten den Krieg anfangs stärker unterstützten als heute, ist die Kluft zwischen den Partisanen ungefähr dieselbe wie damals. Ende März 2003 befürworteten 89% der Republikaner und 53% der Demokraten die Entscheidung, im Irak militärische Gewalt anzuwenden.



Die Meinungen darüber, ob die USA ihre Ziele im Irak erreicht haben, sind eher negativ als positiv. Mehr Amerikaner sagen, dass die USA ihre Ziele im Irak 'größtenteils gescheitert' haben (53%), als dass die USA erfolgreich waren (39%). Diese Ansichten sind gegenüber Anfang 2014 weitgehend unverändert.


Vor 2014 sah die Öffentlichkeit den Irak-Krieg jedoch allgemein als erfolgreich an, obwohl die Ansichten zeitweise gemischt waren. Einen Monat vor dem Abzug der letzten US-Kampftruppen im Dezember 2011 gab eine Mehrheit der Amerikaner (56%) an, dass die USA ihre Ziele im Irak größtenteils erreicht hätten, verglichen mit einem dritten, der angab, gescheitert zu sein. Bis Januar 2014 hatten sich diese Ansichten gewendet: 52% sagten, die USA seien größtenteils gescheitert, und 37% sagten, es sei größtenteils gelungen.

Partisanenunterschiede in der Einstellung, ob die USA im Irak erfolgreich waren, sind nicht so stark wie Spaltungen über die Entscheidung, in den Krieg zu ziehen. Etwa die Hälfte der Republikaner (48%) und nur 30% der Demokraten geben an, dass es den USA größtenteils gelungen ist, ihre Ziele im Irak zu erreichen.


Es gibt eine große ideologische Kluft darüber, ob die USA unter den Demokraten im Irak erfolgreich waren. Nur 18% der Liberaldemokraten geben an, dass es den USA größtenteils gelungen ist, ihre Ziele zu erreichen, verglichen mit 39% der konservativen und gemäßigten Demokraten. Es gibt kaum Unterschiede zwischen konservativen Republikanern (50%) und gemäßigten und liberalen Republikanern (43%).

Die Ansichten über den Erfolg der USA im Irak sind zwischen 2011 und 2014 in beiden Parteien unter allen ideologischen Gruppen gesunken, aber der Anteil der Liberaldemokraten, die sagten, die USA hätten ihre Ziele im Irak erreicht, ist seitdem weiter gesunken. Etwa die Hälfte der Liberaldemokraten (49%) gab an, dass die USA 2011 erfolgreich waren. Dieser Anteil fiel 2014 auf etwa ein Drittel (35%) und heute erneut auf etwa einen Fünftel (18%).

Im Gegensatz dazu sagen konservative Republikaner eher, dass die USA heute im Irak größtenteils erfolgreich waren (50%) als 2014 (36%). Seitdem hat sich die Meinung anderer ideologischer Gruppen weniger geändert.

Hinweis: Klicken Sie hier, um die vollständige Methodik und Topline (PDF) anzuzeigen.